Farben und ihre Außenwirkung – Kleidung als Spiegel der Persönlichkeit

Das alte Sprichwort „Kleider machen Leute“ trifft auch heute noch zu. Schließlich sagt die Art, wie wir uns kleiden, viel über das eigenen Selbstbild aus. Und auch das, was wir in anderen Personen hervorrufen oder hervorrufen wollen, hängt damit zusammen. Es lässt sich daher sagen, dass Kleidung sowohl eine Innen- als auch eine Außenwirkung hat.

Allerdings ist nicht allein der Stil unserer Kleidung entscheidend. So entscheidet neben dem Modell von Rock oder Hose auch die Farbwahl über die innerliche und äußerliche Kleidungswirkung.

Farben und ihre Außenwirkung – Kleidung als Spiegel der Persönlichkeit
Farben beeinflussen, wie wir uns selbst wahrnehmen und wahrgenommen werden

Kleidung sollte ein Spiegel der Persönlichkeit sein

Fast täglich werden wir mit neuen Modetrends konfrontiert. Im Internet oder in Zeitschriften werden ständig neue Must-haves und Stilvorbilder vorgestellt. Viele Menschen folgen diesen Trends, ohne sie zu hinterfragen. Sie richten sich allein danach, welche Outfits Influencer oder Modezeitschriften als angesagt vorgeben.

Allerdings gibt es auch Menschen, die genau das Gegenteil tun: Sie achten kaum auf ihre Kleidung und tragen das, was ihnen bequem erscheint. Oft spielt außerdem eher der Preis als die Optik eine Rolle bei der Kleiderwahl.

Beides führt jedoch nicht selten dazu, dass sich die Trägerin in ihrer Kleidung weniger wohlfühlt. Auch kann es vorkommen, dass sie von ihrer Umgebung anders wahrgenommen wird, als beabsichtigt. Das hängt insbesondere mit Folgendem zusammen: Den meisten Menschen ist klar, dass das richtige Outfit etwa bei einem Vorstellungsgespräch wichtig ist. Dennoch wird unterschätzt, welche Wirkungen Kleidung und insbesondere ihre Farbe im Alltag haben kann. Geschickt und typgerecht eingesetzt, können nämlich gerade Farben auf die eigene Psyche so erfrischend wirken wie eine Fahrradtour. Und auch unsere Außenwirkung können Farben erheblich beeinflussen. Wichtig ist es daher, aktuelle Trends der Damenmode geschickt und typgerecht einzusetzen. Selbstverständlich darf dabei aber die eigene Persönlichkeit nicht aus den Augen verloren werden.

Es gibt keine richtige oder falsche Kleidung

Jeder darf das tragen, was er oder sie möchte. Dennoch kann es interessant sein, den eigenen Kleidungsstil einmal zu hinterfragen. Schließlich hat der eigene Look nicht nur Auswirkungen darauf, wie wir von anderen wahrgenommen werden. Auch unser eigenes Wohlbefinden und die Selbstwahrnehmung werden durch Kleidung und insbesondere durch Farben beeinflusst.

Zwar ist die Farbwahrnehmung prinzipiell sehr individuell und durch kulturelle Einflüsse und persönliche Erfahrungen geprägt. Gleichwohl lässt sich sagen, dass das Farberleben der meisten Menschen zumindest in seinen Grundzügen identisch ist.

Welche Farbe unsere Kleidung hat, kann darum grundsätzlich das Wohlbefinden beeinflussen und bestimmte Außenwirkungen hervorrufen. Wichtig ist es also bei der Kleiderwahl, nicht lediglich vorgegebenen Trends zu folgen. Auch die eigene Persönlichkeit und die Wirkung unterschiedlicher Farben darf nicht vergessen werden.

Farben und ihre Außenwirkung – Kleidung als Spiegel der Persönlichkeit
Wie wir wirken, lässt sich durch die Kleider-Farbwahl beeinflussen.

Schwarz und seine Wirkung

Schwarz zählt zum Standardprogramm in den meisten Kleiderschränken. Die Farbe steht für Selbstbewusstsein und wirkt oft autoritär. Richtig eingesetzt kann Schwarz durchaus stark, geheimnisvoll und selbstbewusst wirken. Wer allerdings ausschließlich Schwarz trägt, wirkt oft distanziert und kühl – gerade im Berufsalltag ist das oft unerwünscht. Um die Distanzwirkung etwas abzumildern, kann es deshalb sinnvoll sein, Schwarz mit hellen Farben wie Weiß oder Beige zu kombinieren.

Positives Weiß

Weiß steht für Gelassenheit und das Gute – bei fast niemandem löst die Farbe negative Assoziationen aus. Auch eher unruhige Farben lassen sich mit Weiß hervorragend kombinieren. So lässt sich quasi jedes Outfit auflockern. Insbesondere mit leichten Pastellfarben kombiniert, sorgt Weiß für den Gedanken an Frühling oder den Sommer. Gerade in der kalten Jahreszeit ist Weiß daher ein idealer Stimmungsaufheller.

Authentisches Blau

Dunkle Blautöne sind eine ideale Alternative zu Schwarz. Sie wirken seriös und authentisch – gleichzeitig aber auch weniger distanziert als Schwarz. Insbesondere in der Business-Welt sind Blau oder Anthrazit deshalb ideale Schwarz-Alternativen.

Geht es hingegen um Freizeitkleidung, muss es nicht immer seriöses dunkleres Blau sein. Insbesondere in der Freizeit sorgen nämlich gelbliche Blautöne wie Petrol für gute Stimmung. Pastelligeres Blau hingegen wirkt frisch und unkompliziert und lädt zum Entspannen ein.

Selbstbewusstes Rot

Kräftiges Rot wirkt meist selbstbewusst und wird als attraktiv wahrgenommen. Zu viel Rot hingegen kann jedoch schnell einen dominanten oder aggressiven Eindruck vermitteln. Da Rot eine sehr kraftvolle Farbe ist, sollte sie sehr gezielt eingesetzt werden. Gerade im beruflichen Kontext kann kräftiges Rot nämlich so wirken, als wolle sich der Träger in den Vordergrund drängen. Es sollte also nur gezielt durch einzelne Kleidungsstücke inszeniert werden.

Anders sieht es lediglich bei dunklem Burgunderrot aus. Die Farbe wirkt souverän und edel und kann eine echte Schwarz-Alternative sein.

Violett als komplizierte Trendfarbe

Violett ist eine absolute Trendfarbe – kommt aber bei vielen Menschen trotzdem nicht besonders gut an. Oft wird die Farbe als erdrückend und unangenehm wahrgenommen. Das könnte damit zusammenhängen, dass insbesondere Blauviolett-Töne ihren Träger optisch älter oder kränklich wirken lassen. Speziell und außergewöhnlich wirken hingegen rötliche Violetttöne. Sie sind weniger kalt und sind außerdem leichter zu kombinieren.

Sanftes Rosa

Rosa hat eine besänftigende Wirkung und wird von seinem Betrachter meist als sensibel wahrgenommen. Insbesondere Menschen, die wenig dominant erscheinen und Charme und Romantik zum Ausdruck bringen wollen, tragen daher gerne Rosa.

Zu beachten ist allerdings: Gerade sehr zartes Rosa lässt Träger oft blass und zerbrechlich wirken. Im beruflichen Kontext ist das oft unerwünscht. Ein kräftigerer Beerenton ist hier meist die bessere Wahl.

Insbesondere in der Freizeit und als Kontrast zum anstrengenden Alltag ist Rosa aber ideal einsetzbar. Es schafft eine deutliche Grenze zwischen beruflichem und privatem Alltag. Wer nach Feierabend in einen rosa Pullover schlüpft, signalisiert sich selbst, dass nun die Zeit für Liebe und Gemütlichkeit gekommen ist.

Auffälliges Pink

Pink als besondere starke Farbe macht es quasi unmöglich, seine Trägerin oder seinen Träger zu übersehen. Die Farbe lässt sich ideal zum Color-Blocking einsetzen und entkräftet beispielsweise dominantes Rot. Außerdem signalisiert Pink Selbstbewusstsein und zeigt, dass der Träger nicht gezwungen maskulin auftreten muss, um seine Stärke zu unterstreichen.

Außerdem interessant: Pink und Rosa sollen dazu in der Lage sein, das Stresslevel des Trägers zu senken.

 

Abbildung 1: pixabay.com © StockSnap (CCO Creative Commons)

Abbildung 2: pixabay.com © quinntheislander (CCO Creative Commons)

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