Aloe Vera: Ein wahrer Tausendsassa

Aloe Vera: Ein wahrer Tausendsassa

Aloe Vera
© Pixabay / casellesingold


Umweltgifte, Lebensmittelskandale, von Stress geprägter Alltag – unsere Gesundheit ist von allen Seiten Gefährdungen ausgesetzt. Deshalb sind immer mehr Menschen darauf bedacht, möglichst viel für Ihren Körper zu tun. Und immer mehr schwören dabei auf Aloe Vera. Die Pflanze gilt als wahres Wunder in Sachen Gesundheitsvorsorge und ist auch aus der Kosmetikwelt nicht mehr wegzudenken.

Eine kleine Apotheke

Entgiftend, immunsystemstärkend und pflegend – all das ist die Aloe Vera, so heißt es. So interessant und schön der Name der exotischen Pflanze klingt, so verheißungsvoll sind offenbar auch ihre Wirkungen. Mehr als 200 Wirkstoffe hat sie in sich, die saftig grüne Pflanze mit ihren dicken, fleischigen Blättern. Damit ist sie eine kleine Apotheke. Schon seit Jahrhunderten wird sie auch „Erste-Hilfe-Pflanze“ oder „Pflanze der Unsterblichkeit“ genannt. Unter anderem soll ihr Saft Wunden heilen, Linderung bei Sonnenbrand und Insektenstichen verschaffen und auch gegen Akne und Haarausfall helfen sowie gute Dienste bei Magenbeschwerden leisten. Auch für schöne Haut soll die Aloe sorgen. Kein Wunder, dass sie sich in Gesundheitspflege und Kosmetik immer größerer Beliebtheit erfreut.

Dass die Aloe-Fans der Pflanze so viel zutrauen, ist nicht aus der Luft gegriffen: In vielen Völkern hat sie als Heilmittel Tradition. So wurde sie z.B. von den alten Ägyptern, Griechen und Römern eingesetzt. Auch bei den Mayas und vielen nordamerikanischen Indianerstämmen fand sie Verwendung, ebenso wie sie seit jeher in der indischen Ayurveda-Kunde geschätzt wird. Aus der Geschichte ist bekannt, dass Alexander der Große immer genügend Aloe-Pflanzen mit sich führte, um die Wunden seiner Krieger damit versorgen lassen zu können. Jahrhunderte später tat es ihm übrigens Christopher Kolumbus gleich, der die Aloe ebenfalls zur Behandlung seiner Söldner an Bord hatte.
Zahlreiche dem Tausendsassa zugeschriebenen Wirkungen fanden bereits in wissenschaftlichen Untersuchungen Bestätigung.

Aussehen und Vorkommen

Aloe Vera
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Die Aloe Vera gehört zur Familie der Liliengewächse. Im Aussehen ähnelt die Wüstenlilie aber eher einer Agave als anderen Lilienarten. Sie wird bis zu 60 cm hoch und hat dicke Blätter, die am Rand von Stacheln gesäumt werden. Genau genommen gibt es eine große Familie von Aloe Pflanzen, aber nur eine davon – die sogenannte „wahre Aloe“ – ist es, von der wir hier reden. Um ihr erstaunliches Potential zu entfalten, braucht die Dame ihre Zeit: Erst nach zwei bis drei Jahren hat sie sich so weit entwickelt, dass man ihre Blätter zur Verwertung ernten kann. Angebaut wird Aloe Vera auf den niederländischen Antillen, in Küstengebieten von Venezuela sowie in subtropischen Regionen der USA und Mexikos in großen Plantagen.

Wirkstoffe

Für Gesundheit und Kosmetik eignet sich hauptsächlich das transparente Aloe Vera Gel, das sich im Inneren der Blätter befindet. Zur Gewinnung des Gels müssen Blattrinde und Blattgrün sorgfältig entfernt werden, denn sie enthalten Stoffe, die nicht gut verträglich sind und starke Reizwirkungen hervorrufen können. Diese finden nur in Einzelfällen in der medizinischen Therapie Verwendung und vor ihrer Einnahme ist Vorsicht geboten.
Das vielseitige Pflänzchen vereint alle wichtigen Mineralstoffe in sich, ebenso wie die gesamte Vitaminpalette. Auch Aminosäuren, Enzyme und verdauungsfördernde Fermente hat sie auf Lager. Die positiven Einflüsse auf unseren Organismus, die man der Aloe Vera nachsagt, sind wohl auch auf das spezielle Zusammenspiel all dieser wertvollen Inhaltsstoffe zurückzuführen. Die enthaltenen Vitamine und Mineralien können dadurch, dass sie in Kombination vorkommen, vom Körper bei der Verstoffwechselung optimal verwertet werden. Der verblüffende Wirkstoffreichtum der Pflanze ist wissenschaftlich belegt.

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